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Connie Schmerle: Worte für Wehwalt
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Die Milch ist getrunken.
Kinder warfen ihren Streif
an das leere Glas.
Zu bedauern bleibt,
daß der Fuchs aus seinem Pelz,
dem dickichten, nie kann.
Im zugigen Taubenschlag
rollt der alte Brief
sein Band aus Küssen ab.
Alles läßt sich sein.
Eine schluckt den Himmel,
der trübt noch vorrätig
laues Silber in Augen anderer.
Wie gern das grobe Wort
sich doch gesprochen hört -
es wird der Zeit nicht überdrüssig.
Ich trag's in meinem Schoß,
nehm's mit mir fort,
erschlag es mit den Narben.
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